Projekt Klingende Geschichten

Kathrin Eidenhammer: Eins, zwei, drei – schon vorbei?

Kinder FSJ

Vor mir liegt mein Kalender. Er zeigt den 31. Juli 2010. Nur noch einen Monat arbeiten, dann geht ein tolles, aufregendes und spannendes Jahr zu Ende, mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur, kurz FSJ Kultur.

Aber jetzt mal von Anfang an.
Ungefähr Anfang des letzen Jahres fing ich an, mir Gedanken darüber zu machen, was ich denn eigentlich nach meinem Abitur machen will. Ich hatte nicht wirklich konkrete Vorstellungen, aber eines wusste ich, dass ich nicht gleich wieder die Schulbank drücken möchte. Ich recherchierte also im Internet, was es zum Studium für Alternativen gäbe. Dabei stieß ich auf das FSJ Kultur.
Da ich sehr gerne und viel lese und es mich interessierte, mal hinter die Kulissen einer Bibliothek zu blicken, bewarb ich mich für die Stadtbibliothek in Rosenheim und erhielt dann auch glücklicherweise nach einem Vorstellungsgespräch die Zusage.

Dann kam der 1. September, mein erster Arbeitstag. Viele freundliche Kolleginnen, viel zu sehen und ganz viel Neues. Schon das Namenlernen meiner Kolleginnen war eine kleine Herausforderung, die ich aber schnell meistern konnte, da ich sofort in das nette Frauenteam aufgenommen wurde.
Gleich von Anfang an durfte ich sehr selbstständig arbeiten. Viele flexible Aufgaben machten den kommenden Bibliotheksalltag schön und spannend, so dass ich jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen bin.
Was mir vor allem Spaß machte, war die Arbeit mit Kindern. Ich wusste zuerst gar nicht, wie viele Angebote die Stadtbibliothek Rosenheim für Schulen hat. Lesenächte, Medienkisten für Lehrer, fast täglich Klassenführungen … ein buntes Angebot, das das Lesen fördern soll und das auch tut.
In diese Richtung entwickelte sich dann auch mein eigenes Projekt, das ich in diesem Jahr durchführen sollte. Mein Ziel war es, Musik und Leseförderung zu verbinden und so erstellte ich ein Konzept: Klanggeschichten für Kinder.

Darunter versteht man, dass Geschichten mit Hilfe von Musikinstrumenten vertont werden.
Glücklicherweise wurde das sehr gut bei der Bibliotheksleitung angenommen und somit stand der Planung nichts mehr im Wege.
Nun hieß es Geschichten finden, Lehrer anschreiben, Termine ausmachen, Musikinstrumente auftreiben und noch einiges mehr. Mit sechzehn Grundschulklassen und Vorschulgruppen führte ich dann schließlich mein Projekt „Klingende Geschichten“ durch. Das Highlight für die Kinder war dabei das Aufnehmen der fertigen Geschichte auf CD, die ich dann jeder Klasse zugesandt habe.
Die anfängliche Nervosität verflog schnell und von Klasse zu Klasse wurde ich immer sicherer.

Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, das FSJ Kultur in der Stadtbibliothek gemacht zu haben. Nicht nur durch die Arbeit in der Bibliothek und mein Projekt, sondern auch durch die vier Seminare, die man während dieses Jahres besuchen darf, bin ich viel selbstsicherer geworden und weiß jetzt vor allem, wo es für mich hingeht nach diesem Jahr.

Im OVB vom 9. August 2010 ist auch noch ein Zeitungsartikel erschienen.

Instrumente und eine Schulklasse

Beim Musizieren


beim Vorlesen

Stadt Rosenheim