Displaced Persons (DPs) in Rosenheim und anderswo

Literarische Annäherungen an ein vergessenes Thema: Schülerinnen und Schüler des Karolinen-Gymnasiums präsentieren aus ihren Seminararbeiten.

Von Montag, 3. Juni bis Samstag, 29. Juni
finden Sie die Ausstellung der Schüler im 3. Obergeschoss

 

Fremdheit, Flucht, Identität – diese Schlagworte aus aktuellen politischen Diskussionen lassen sich gut anhand des Schicksals der displaced persons (DPs) thematisieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich etwa eine Viertelmillion jüdischer DPs in Camps vorwiegend in der amerikanischen Besatzungszone, die den Holocaust überlebt hatten und nun ihr Leben neu aufbauten. Eines dieser Camps war in den Jahren 1946/48 in Rosenheim auf dem Gelände der Bundespolizei an der Burgfriedstraße. Bereits 2016 hat sich das Karolinen-Gymnasium in einem Projekt mit der Geschichte des Rosenheimer DP-Lagers beschäftigt. Aus diesem Projekt hat sich ein W-Seminar zum Thema displaced persons entwickelt, in dem sich die Schülerinnen und Schüler sowohl mit literarischen Zeugnissen der jüdischen DPs und deren Nachkommen, als auch einer von einem Zwangsarbeiterschicksal geprägten ukrainischen Familiengeschichte, der Vererbung von Traumata oder mit Erinnerungskultur beschäftigt haben. An diesem Abend geben die Schülerinnen und Schüler kurze Einblicke in ihre spannenden Arbeiten, die sich unter anderem mit den Romanen von Lilly Brett, Laura Waco und Natascha Wodin beschäftigen. Außerdem gibt es eine kleine Bücherausstellung zum Thema sowie Informationsplakate über das Rosenheimer DP-Camp zu sehen. Die Schülerinnen und Schüler des Karolinen-Gymnasiums freuen sich, vielen Interessierten Einblicke in dieses bisher eher wenig beachtete Thema zu geben.

Stadt Rosenheim